wir stehen in Kontakt
über weite Distanz
du bist der Arbiter
ich priorisierter Fall

ich bin der Transmitter
sende Wellen ins Weltall
du nimmst mich in Empfang
ich hab keine Angst

das geht mir an die Substanz

ich suche Schutz
in deinem Isotop
denn ich bin gern allein
In deiner Isolation

das geht mir an die Substanz

ich lade mich hoch
ich häng hoch in der Luft
du bist ein Photon
zieh mich in deinen Strom

das geht mir an die Substanz

»Wenn ich Bilder bearbeite tue ich das meist sehr intuitiv, experimentiere mit dem Medium und versuche eher ein Gefühl zu finden, was ich in das Motiv projiziere, anstatt eine Abbildung der Wirklichkeit zu machen.«

»Ich trage generell oft eine kleine digitale Kamera bei mir, damit ich Schnappschüsse machen kann, wenn ich interessante Dinge sehe. Und so bin ich […] mit meiner Kamera unterwegs gewesen und habe Motive gesucht, die sich mit meinen Ideen zum Song verweben lassen. Ich habe alltägliche Motive gesucht, die einen gewissen Sog beinhalteten. Etwas, was einen nicht mehr loslässt.«

»In meinen ersten Edits waren die Motive noch farbig, doch je mehr ich anfing die Bilder zu verzerren hatte ich das Gefühl, dass sie in schwarzweiß eindrucksvoller wirken und sich auch eher nach der Stimmung, die der Song schafft anfühlen.«

»Meine Grundidee war, die Motive sich in sich selbst auflösen zu lassen, hell wird dunkel, dunkel hell, Bildebenen verschwimmen miteinander, das Bild wird zerstückelt, bleibt aber doch ganz.«

BIOGRAFIE

Johanna Besseling wurde 1992 im Ruhrgebiet geboren und studierte bis 2017 an der FH Dortmund Fotografie. Derzeit lebt sie in Hamburg und arbeitet dort als Fotoredakteurin, sowie als freie Foto- und Filmkünstlerin. In den letzten Jahren verwirklichte sie Projekte zusammen mit diversen Theaterschaffenden und Musiker*innen. Zur Zeit arbeitet sie außerdem an eigenen künstlerischen Projekten, die Geschichten von Mensch und Natur durch einen fantastischen Blick erzählen.